Coopterr, die Plattform für territoriale Zusammenarbeit von Rennes Métropole, ist jetzt online. Nach dem Start des ersten Dienstes „Wellen und Messungen“ ermöglicht die Anwendung „Solarkataster“ den Bürgern nun, das Photovoltaik-Potenzial ihrer Häuser in wenigen einfachen Schritten zu bewerten. 

Camptocamp setzte sein Fachwissen ein, um für die Metropole eine massgeschneiderte Anwendung zu entwickeln, die eine benutzerfreundliche Bedienung in den Vordergrund stellt. Die App ermöglicht es, eine Adresse einzugeben und das eigene Dach in 3D mit Photovoltaikmodulen zu visualisieren sowie die durch Solarenergie erzeugbare Elektrizitätsmenge zu schätzen. Zusätzlich werden Möglichkeiten zur Energieeinsparung aufgezeigt. Um die Installation von Solarmodulen zu realisieren, bietet die App Kontaktmöglichkeiten zu zertifizierten Fachleuten und verweist auf relevante Websites.

Ein benutzerzentrierter Ansatz

Das Design der Anwendung basiert auf einem nutzerzentrierten Ansatz, bei dem die aktive Beteiligung der Nutzer selbst eine wesentliche Rolle spielt. In über zwanzig Workshops haben wir eng mit Projektleitern zusammengearbeitet, die auf erneuerbare Energien spezialisiert sind. 

Dieser Austausch half uns, die tatsächlichen Bedürfnisse der Benutzer zu verstehen und eine reibungslose, intuitive Benutzerführung zu entwickeln. Zudem wurden Benutzertests durchgeführt, um die Benutzererfahrung kontinuierlich anzupassen und zu verbessern. So konnten wir die Simulation der Solarenergieerzeugung so zugänglich und verständlich wie möglich gestalten.

Eine Synergie komplexer Geodaten

Die Anwendung Solar Cadastre nutzt verschiedene Datenquellen. Die Herausforderung bei der Integration liegt in der ausgewogenen Kombination von 2D- und 3D-Daten, um eine visuelle Überladung und Informationsflut zu vermeiden.

Unter anderem wird die ENEDIS API verwendet, um Stromverbrauchs- und -produktionsdaten auf Blendenebene abzurufen, während die RVA (Roads and Addresses Repository) und die Sites and Organizations APIs von Rennes Métropole für die Adresssuche integriert sind.

Rennes Métropole bietet Daten zu öffentlichen Solaranlagen, Daten zum Solarpotenzial, Basiskarten, 3D-Gebäudekacheln mit Einstrahlungstexturen und Gelände.

Jede Ebene dient bestimmten Zwecken, z.B. Adressdaten mit Koordinaten und 3D-Gebäude mit Informationen wie Dachausrichtung und -neigung, die den günstigsten Teil für die Installation von Solarmodulen anzeigen.

Unter Verwendung all dieser Elemente nutzen wir die Autocalsol API, um Klimadaten abzurufen und die Energieproduktion mit dem jährlichen Verbrauch zu vergleichen, um ein umfassendes Verständnis zu erhalten. Diese Informationen werden in einem herunterladbaren PDF-Bericht zusammengefasst.

Realistische Optimierung der Solarmodul-Platzierung

Wir berechnen und positionieren die Solarmodule, indem wir verschiedene Datensätze miteinander abgleichen.

Zunächst nutzen wir die Dachgrundfläche, um das Hindernisraster exakt zu positionieren, wobei wir die Ausrichtung der Dachrinnen und die Dachform berücksichtigen. Benutzer können Hindernisse auf dem Dach mithilfe eines Orthofotos mit einer Auflösung von 5 cm identifizieren.

Durch die Kombination dieser Hindernisse mit den am besten belichteten Bereichen des Daches ermitteln wir den optimalen Standort für die maximale Anzahl von Solarmodulen.

Eine benutzerzentrierte Software-Architektur

Im Anwendungsfall Solar folgt die Software-Architektur einem ähnlichen Ansatz wie im Anwendungsfall Wellen, jedoch mit spezifischen Anpassungen, um die Anforderungen an geführte User Journeys und zusätzliche Funktionen wie den E-Mail-Versand, die PDF-Erstellung und die Verwendung externer APIs, zu erfüllen.

Folglich umfasst diese Architektur ein Backend zur Verwaltung der progressiven Informationssammlung und zur Implementierung der zuvor erwähnten erweiterten Funktionen.

Ähnlich wie beim Anwendungsfall Wave verwenden wir das Open-Source-JavaScript-Framework und die API VCMap. Damit können wir dynamische und interaktive Webkarten erstellen, die 2D- und 3D-Daten aus verschiedenen Quellen anzeigen und mit diesen Daten interagieren.

Im Anwendungsfall Solar konnten wir jedoch, indem wir uns auf den CORE der VCMap-Lösung beschränkten, Designelemente und viele andere Tools integrieren. Unter anderem haben wir einen Algorithmus für die automatische Platzierung von Solarmodulen entwickelt, der die Dachform und die am besten exponierten Bereiche berücksichtigt. So beginnt die Simulation mit einer optimalen und realistischen Platzierung der Solarmodule und bietet dem Benutzer einen geführten und präzisen Ansatz.

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